Bericht: Film- und Diskussionsveranstaltung mit Valentin Thurn

Unter dem Motto „Global denken, lokal essen“ und ausgehend von seinem Film „10 Milliarden, wie werden wir alle satt?“ stellte Valentin Thurn die aktuellen Trends zum Thema Welternährung vor. Während die einen auf Nachhaltigkeit, über Jahrhunderte entwickelte Anbaumethoden und standortangepasstes Saatgut bauen, setzen die anderen auf neue Technologien, wie vertical farming, In-vitro-Fleisch und gentechnisch modifiziertes Saatgut zur Ertragssteigerung.

Städtische Ernährungssouveränität

Gemeinsam mit Ute Ammering (Innsbruck) und Stephan Pabst (Graz) berichtet Charlotte Kottusch (Wien) in der Zeitschrift der ÖBV-Via Campesina Austria (der österreichischen Berg- und Kleinbäuer_Innen Vereinigung) “Wege für eine Bäuerliche Zukunft” (Nr. 356 1/2019) über die Entwicklung und die Ziele der aufstrebenden Ernährungsrat-Bewegung im deutschsprachigen Raum.

Ernährungsräte im Aufschwung: Gutes Essen für alle!

Die Konzentration von Anbau, Verarbeitung und Verteilung von Lebensmitteln durch wenige große Agrar- und Lebensmittelkonzerne nimmt stetig zu. Dieser Entwicklung stellen sich nun auch in Österreich zunehmend Ernährungsräte auf städtischer Ebene entgegen. Eine neue Broschüre von FIAN Österreich und dem Ernährungsrat Wien gibt einen Überblick über den Ursprung, die Ziele und Merkmale von Ernährungsräten sowie ihren Einfluss auf eine demokratische Lebensmittelpolitik.

Vom-Reden-Ins-Tun-Ablauf

Vom Reden ins Tun

Nach der erfolgreichen Gründungsveranstaltung im Herbst startete der Ernährungsrat mit der Veranstaltung „Vom Reden ins Tun!“ ins neue Jahr. Gemeinsam mit dem Forschungsprojekt „The Future of Urban Food“ der BOKU Wien und rund 40 Teilnehmenden wurden relevante Schlüsselfaktoren für ein nachhaltiges Wiener Ernährungssystem nach Handlungsfeldern evaluiert und daraus erste mögliche Projekte für den Ernährungsrat entwickelt.

IPES-Report Titelseite

Report „Hin zu einer Gemeinsamen Lebensmittelpolitik für die Europäische Union“

Am 7. Februar veröffentlichte die Organisation IPES (International Panel of Experts on Sustainable Food Systems, IPES-Food) den Report „Hin zu einer Gemeinsamen Lebensmittelpolitik für die Europäische Union” (Towards A Common Food Policy for the EU). Darin wird unter anderem die Unterstützung für Ernährungsräte auf lokaler Ebene und andere Initiativen, die die Verbindung von LandwirtInnen und VerbraucherInnen stärken, relokalisierte Verarbeitungs- und Wertschöpfungsaktivitäten und urbane Lebensmittelpolitik vorgeschlagen.