Ernährungsrat Wien

Zwei neue Positionspapiere des Ernährungsrat Wien: Lebensmittelkennzeichnung und Kostentransparenz

Zwei neue Positionspapiere des Ernährungsrat Wien: Lebensmittelkennzeichnung und Kostentransparenz

Wir haben – mit der tatkräftigen Unterstützung von Expert*innen – zwei neue Positionspapiere erarbeitet, die sich mit brisanten, aktuellen Fragestellungen auseinandersetzen: Wir beziehen Stellung zur Kennzeichnung von Lebensmitteln und zur Kostentransparenz im Ernährungssystem und wollen damit unseren Beitrag zu einer lebendigen Diskussion und zu gerechten & nachhaltigen Lösungen leisten.

Themenabend #2: Supermarkt-Konzentration

Themenabend #2: Supermarkt-Konzentration

Am 11. November 2020 haben wir es wieder einmal geschafft, uns zum thematischen Austausch (online) zu treffen! Dafür hat uns Isabella vom Arbeitskreis “Stadt-Landwirtschaft und Raumordnung” die wichtigsten Punkte zum Thema Konzernmacht im Lebensmitteleinzelhandel aufbereitet und passend dazu war kurz zuvor das Dossier-Magazin “Supermacht Supermarkt” erschienen.

“Für mehr Fairness im Lebensmittelhandel” – Bündnis fordert Verbot von Dumpingpreisen

“Für mehr Fairness im Lebensmittelhandel” – Bündnis fordert Verbot von Dumpingpreisen

Der Ernährungsrat Wien ist Teil des Bündnisses, welches sich mit einem neuen Positionspapier für mehr Fairness im Lebensmittelhandel ausspricht. Auch wenn dieses sich auf Deutschland fokussiert, sind seine Inhalte gleichermaßen für Österreich relevant: „Durchschnittlich erhalten die Landwirt*innen in Österreich nur 20% von dem Preis, den wir im Supermarkt für unsere Lebensmittel zahlen. Außerdem sind viele Jobs bei Herstellern und im Lebensmittelhandel schlecht bezahlt. Das ist in vielen Fällen zu wenig, um davon selbstbestimmt leben zu können. Wir müssen Systeme schaffen, in denen Landwirt*innen, Lebensmittelhersteller*innen und Verkäufer*innen fair und gerecht bezahlt werden.“, erklärt Martin Gerstl, Sprecher des Ernährungsrat Wien, den Zusammenhang.

Regional ist nicht genug: Ökologische, gesunde und sozial gerechte Versorgung mit Lebensmitteln braucht System

Regional ist nicht genug: Ökologische, gesunde und sozial gerechte Versorgung mit Lebensmitteln braucht System

Am 12. Mai 2020 fand im Bundeskanzleramt ein Regionalitätsgipfel statt, zu dem Bundeskanzler Sebastian Kurz und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger eingeladen hatten. Zahlreiche Stakeholder aus Politik, Landwirtschaft und Wirtschaft sowie VertreterInnen des Lebensmittelhandels waren zugegen. Die Forderung der Bundesregierung nach mehr regionalen Lebensmitteln ist durchaus positiv zu sehen. Allerdings erfasst sie das österreichische Ernährungssystem dabei nicht in seiner Ganzheit. Das lässt aus Sicht des Ernährungsrat Wien viele Potenziale ungenutzt.

Tag der Lebensmittelverschwendung

Tag der Lebensmittelverschwendung

Am 2. Mai war Tag der Lebensmittelverschwendung – das heißt: rechnerisch landen in Österreich alle Lebensmittel, die von Jahresbeginn bis zu diesem Tag produziert werden, im Müll.

Jährlich werden hierzulande bis zu 521.000 Tonnen an genießbaren Lebensmitteln und bis zu 800 Euro pro Haushalt im Abfall entsorgt – und davon etwa die Hälfte der vermeidbaren Lebensmittelabfälle direkt zu Hause. Das hat nicht nur enorme Auswirkungen auf die einzelnen Haushalte und die Gesellschaft, sondern auch auf das Klima: Lebensmittelverschwendung verursacht rund 16% der Treibhausgas-Emissionen, die mit unserer Ernährung zusammenhängen. Darum gilt es hier dringend etwas zu ändern – auf allen Ebenen, auf denen wir Lebensmittelabfall verursachen.

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